Netzwerkeinstellungen
Konfigurieren Sie TCP/IP, PT Cloud, DDNS, PPPoE, NTP, SNMP, E-Mail-Benachrichtigungen und Porteinstellungen für den Network Video Recorder V4.
TCP/IP-Einstellungen konfigurieren
Zweck: Die TCP/IP-Einstellungen müssen korrekt konfiguriert sein, bevor Sie das Gerät über ein Netzwerk betreiben können.
Gerät mit doppelter Netzwerkschnittstelle
Zu den TCP/IP-Einstellungen wechseln
Gehen Sie zu System > Network > TCP/IP.

Abbildung 15-1 TCP/IP-Einstellungen
Betriebsmodus auswählen
Wählen Sie unter Working Mode die Option Net-Fault Tolerance oder Multi-Address Mode.
- Net-Fault Tolerance: Beide NIC-Karten verwenden dieselbe IP-Adresse. Sie können die primäre NIC auf LAN1 oder LAN2 festlegen. Fällt eine der NIC-Karten aus, aktiviert das Gerät automatisch die Ersatz-NIC-Karte, um den normalen Systembetrieb sicherzustellen.
- Multi-Address Mode: Die Parameter beider NIC-Karten können unabhängig voneinander konfiguriert werden. Wählen Sie unter Select NIC entweder LAN1 oder LAN2 für die Parametereinstellungen aus. Legen Sie eine NIC-Karte als Standardroute fest. Wenn das System eine Verbindung mit dem externen Netzwerk herstellt, werden die Daten über die Standardroute weitergeleitet.
IP-Einstellungen konfigurieren
Konfigurieren Sie die übrigen IP-Einstellungen nach Bedarf.
- Aktivieren Sie Enable DHCP, um IP-Einstellungen automatisch zu beziehen, sofern ein DHCP-Server im Netzwerk verfügbar ist.
- Der gültige MTU-Wertebereich liegt zwischen 500 und 9676.
Übernehmen
Klicken Sie auf Apply.
Gerät mit einer einzelnen Netzwerkschnittstelle
Zu den TCP/IP-Einstellungen wechseln
Gehen Sie zu System > Network > TCP/IP.

Abbildung 15-2 TCP/IP-Einstellungen
Netzwerkparameter konfigurieren
Konfigurieren Sie die Netzwerkparameter nach Bedarf.
- Aktivieren Sie Enable DHCP, um IP-Einstellungen automatisch zu beziehen, sofern ein DHCP-Server im Netzwerk verfügbar ist.
- Der gültige MTU-Wertebereich liegt zwischen 500 und 9676.
Übernehmen
Klicken Sie auf Apply.
PT Cloud konfigurieren
PT Cloud stellt eine Mobilanwendung bereit, mit der Sie auf Ihren angeschlossenen Encoder zugreifen und ihn verwalten können. Dadurch erhalten Sie bequemen Fernzugriff auf das Überwachungssystem.
PT Cloud kann über die IP PORTAL-Software, die grafische Benutzeroberfläche (GUI) und den Webbrowser aktiviert werden. In diesem Abschnitt werden die Bedienschritte über die GUI beschrieben.
Zu Platform Access wechseln
Gehen Sie zu Configuration > Network > Advanced Settings > Platform Access.

Abbildung 15-3 PT Cloud-Einstellungen
Funktion aktivieren
Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Enable, um die Funktion zu aktivieren.
Anschließend erscheint die Seite Service Terms wie unten dargestellt.

Abbildung 15-4 Nutzungsbedingungen
- Erstellen Sie den Verifizierungscode im Textfeld Verification Code.
- Bestätigen Sie den Verifizierungscode.
- Lesen Sie die Terms of Service und die Privacy Policy, bevor Sie den Dienst aktivieren.
- Klicken Sie auf OK, um die Einstellungen zu speichern und zur PT Cloud-Seite zurückzukehren.
- PT Cloud ist standardmäßig deaktiviert.
- Das Verifizierungscode-Feld ist ab Werk leer.
- Der Verifizierungscode muss aus 6 bis 12 Buchstaben oder Ziffern bestehen und ist Groß-/Kleinschreibung-sensitiv.
- Jedes Mal, wenn Sie PT Cloud aktivieren, erscheint die Seite „Service Terms". Sie müssen die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzrichtlinie lesen, bevor Sie PT Cloud aktivieren.
Benutzerdefinierten Server konfigurieren (optional)
(Optional) Wenn Sie den Server anpassen möchten, aktivieren Sie Custom und geben Sie die Server Address in das Textfeld ein.
Speichern
Klicken Sie auf Save.
Zugriff über Mobilgerät
Nach der Konfiguration können Sie über Ihr Mobiltelefon auf den DVR zugreifen und ihn verwalten.
Weitere Informationen zum Hinzufügen des Geräts zu PT Cloud und zusätzliche Bedienungshinweise finden Sie in der Hilfedatei des PT Cloud Mobile Client-Benutzerhandbuchs.
DDNS konfigurieren
Zweck: Sie können den Dynamic-DNS-Dienst für den Netzwerkzugriff einrichten. Es stehen verschiedene DDNS-Modi zur Verfügung: DynDNS, PeanutHull und NO-IP.
Voraussetzung: Sie müssen die Dienste DynDNS, PeanutHull oder NO-IP bei Ihrem Internetdienstanbieter registrieren, bevor Sie die DDNS-Einstellungen konfigurieren.
Zu den DDNS-Einstellungen wechseln
Gehen Sie zu System > Network > TCP/IP > DDNS.
Aktivieren
Aktivieren Sie Enable.
DDNS-Typ auswählen
Wählen Sie unter DDNS Type die Option DynDNS.
PeanutHull und NO-IP sind ebenfalls unter DDNS Type verfügbar. Die jeweils erforderlichen Angaben sind entsprechend einzutragen.
Serveradresse eingeben
Geben Sie die Server Address für DynDNS ein (z. B. member.dyndns.org).
Gerätedomänenname eingeben
Geben Sie unter Device Domain Name den Domänennamen ein, den Sie auf der DynDNS-Website erhalten haben.
Anmeldedaten eingeben
Geben Sie den User Name und das Password ein, die Sie auf der DynDNS-Website registriert haben.

Abbildung 15-5 DDNS-Einstellungen
Übernehmen
Klicken Sie auf Apply.
PPPoE konfigurieren
Wenn das Gerät über PPPoE mit dem Internet verbunden ist, müssen Sie unter System > Network > TCP/IP > PPPoE den entsprechenden Benutzernamen und das Passwort konfigurieren.
Wenden Sie sich für Details zum PPPoE-Dienst an Ihren Internetdienstanbieter.
NTP konfigurieren
Zweck: Auf Ihrem Gerät kann eine Verbindung zu einem Network Time Protocol (NTP)-Server konfiguriert werden, um die Genauigkeit von Datum und Uhrzeit des Systems sicherzustellen.
Zu den NTP-Einstellungen wechseln
Gehen Sie zu System > Network > TCP/IP > NTP.

Abbildung 15-6 NTP-Einstellungen
Aktivieren
Aktivieren Sie Enable.
NTP-Einstellungen konfigurieren
Konfigurieren Sie die NTP-Einstellungen nach Bedarf.
- Interval (min): Zeitintervall zwischen zwei Zeitsynchronisierungen mit dem NTP-Server.
- NTP Server: IP-Adresse des NTP-Servers.
- NTP Port: Port des NTP-Servers.
Übernehmen
Klicken Sie auf Apply.
SNMP konfigurieren
Zweck: Sie können SNMP-Einstellungen konfigurieren, um Gerätestatus und Parameterinformationen abzurufen.
Voraussetzung: Laden Sie die SNMP-Software herunter, um Geräteinformationen über den SNMP-Port zu empfangen. Durch das Festlegen der Trap-Adresse und des Trap-Ports kann das Gerät Alarmereignisse und Ausnahmemeldungen an die Überwachungszentrale senden.
Zu den SNMP-Einstellungen wechseln
Gehen Sie zu System > Network > Advanced > SNMP.

Abbildung 15-7 SNMP-Einstellungen
Aktivieren
Aktivieren Sie Enable. Es erscheint eine Meldung, die auf ein mögliches Sicherheitsrisiko hinweist. Klicken Sie auf Yes, um fortzufahren.
SNMP-Einstellungen konfigurieren
Konfigurieren Sie die SNMP-Einstellungen nach Bedarf.
- Trap Address: IP-Adresse des SNMP-Hosts.
- Trap Port: Port des SNMP-Hosts.
Übernehmen
Klicken Sie auf Apply.
E-Mail konfigurieren
Zweck: Das System kann so konfiguriert werden, dass es bei bestimmten Ereignissen – z. B. bei einem Alarm oder einer Bewegungserkennung, einer Änderung des Administratorkennworts usw. – eine E-Mail-Benachrichtigung an alle festgelegten Benutzer sendet.
Voraussetzung: Das Gerät muss mit einem lokalen Netzwerk (LAN) verbunden sein, das einen SMTP-Mailserver enthält. Außerdem muss das Netzwerk entweder mit einem Intranet oder dem Internet verbunden sein, je nach dem Standort der E-Mail-Konten, an die Benachrichtigungen gesendet werden sollen.
Zu den E-Mail-Einstellungen wechseln
Gehen Sie zu System > Network > Advanced > Email.

Abbildung 15-8 E-Mail-Einstellungen
E-Mail-Einstellungen konfigurieren
Konfigurieren Sie die folgenden E-Mail-Einstellungen.
- Enable Server Authentication: Aktivieren Sie diese Option, wenn der SMTP-Server eine Benutzerauthentifizierung erfordert, und geben Sie entsprechend Benutzername und Passwort ein.
- SMTP Server: IP-Adresse oder Hostname des SMTP-Servers (z. B. smtp.263xmail.com).
- SMTP Port: Der für SMTP standardmäßig verwendete TCP/IP-Port ist 25.
- Enable SSL/TLS: Aktivieren Sie diese Option, wenn der SMTP-Server SSL/TLS erfordert.
- Sender: Name des Absenders.
- Sender's Address: E-Mail-Adresse des Absenders.
- Select Receivers: Wählen Sie den Empfänger aus. Es können bis zu 3 Empfänger konfiguriert werden.
- Receiver: Name des Empfängers.
- Receiver's Address: E-Mail-Adresse des zu benachrichtigenden Benutzers.
- Enable Attached Picture: Aktivieren Sie diese Option, um E-Mails mit angehängten Alarmbildern zu senden. Das Intervall ist die Zeit zwischen dem Senden zweier aufeinanderfolgender Alarmbilder.
Übernehmen
Klicken Sie auf Apply.
Testen (optional)
(Optional) Klicken Sie auf Test, um eine Test-E-Mail zu senden.
Ports konfigurieren
Sie können verschiedene Porttypen konfigurieren, um die zugehörigen Funktionen zu aktivieren.
Gehen Sie zu System > Network > Advanced > More Settings und konfigurieren Sie die Porteinstellungen nach Bedarf.

Abbildung 15-9 Porteinstellungen
- Alarm Host IP/Port: Bei konfiguriertem Remote-Alarm-Host sendet das Gerät bei ausgelöstem Alarm das Alarmereignis oder die Ausnahmemeldung an den Host. Auf dem Remote-Alarm-Host muss die Client-Management-Software (CMS) installiert sein. Die Alarm Host IP bezeichnet die IP-Adresse des Remote-PCs, auf dem die CMS-Software (z. B. NVMS7000) installiert ist. Der Alarm Host Port (standardmäßig 7200) muss mit dem in der Software konfigurierten Alarm-Überwachungsport übereinstimmen.
- Server Port: Der Server-Port (standardmäßig 8000) sollte für den Zugriff durch Remote-Client-Software konfiguriert werden. Der gültige Bereich liegt zwischen 2000 und 65535.
- HTTP Port: Der HTTP-Port (standardmäßig 80) sollte für den Remote-Zugriff über einen Webbrowser konfiguriert werden.
- Multicast IP: Multicast kann konfiguriert werden, um Live View für Kameras zu ermöglichen, deren Anzahl die über das Netzwerk zulässige Höchstzahl überschreitet. Eine Multicast-IP-Adresse umfasst Klasse-D-IP-Adressen im Bereich von 224.0.0.0 bis 239.255.255.255. Empfohlen wird ein IP-Adressbereich von 239.252.0.0 bis 239.255.255.255. Beim Hinzufügen eines Geräts zur CMS-Software muss die Multicast-Adresse mit der des Geräts übereinstimmen.
- RTSP Port: RTSP (Real Time Streaming Protocol) ist ein Netzwerksteuerprotokoll, das zur Steuerung von Streaming-Media-Servern entwickelt wurde. Der Port ist standardmäßig 554.
Klicken Sie auf Apply.
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